Gelenkschmerzen

Arthrose - "von wegen , da kann man nichts tun"
Was Sie wissen sollten:
Arthrose
Definition:
Arthrose ist der verschleißbedingte Verlust von Gelenkknorpel.
Im weitern Verlauf kommt es zu einer meist schmerzhaften Funktionseinschränkung des Gelenkes.
Häufigkeit:
Die Arthrose ist eine Volkskrankheit. Über 75 % aller 50 Jährigen leiden unter Gelenkverschleiß.
Arthrose kann im Grunde alle Gelenke angreifen.
Am häufigsten ist das Knie betroffen, danach folgen Hüftgelenk, Wirbelsäule, Sprunggelenk und Handgelenk.
Entstehung:
Aufgabe des gesunden Gelenkknorpels ist, die verscheidenen Knochen beweglich miteinander zu verbinden. Knorpel dient als Stossdämpfer.
Arthrose entsteht bei einem Missverhältnis zwischen Belastung und Belastungsfähigkeit.
Der Knorpel wird nicht über Blutgefäße versorgt, sondern mit Hilfe der Gelenkflüssigkeit, die von der Gelenkinnenhaut gebildet wird.Diese Gelenkflüssigkeit dient der Gelenkschmierung und versorgt den Knorpel mit Nährstoffen.Zur optimalen Verteilung und Stimulation ist eine ausreichende Bewegung notwendig.
Das Auftreten einer Arthrose wird begünstigt durch:
- Übergewicht
- Fehlstellungen der Gelenke wie anlagebedingte Hüftdysplasie und O- oder X-Beinstellung.
- Unfallfolgen und Operationen von gelenknahen Knochebrüchen und Bandverletzungen mit Instabilität.
- Sportarten mit hoher Verletzungsquote z.B. Fußball
- Berufe mit starker Hebe- und Tragebelastung
- Chronische Gelenkentzündungen z.B. Rheuma
- Inaktivität aufgrund von Ruhigstellung(Gips) oder Passiver Lebensweise.
Typische Beschwerden bei Arthrose:
- Anlaufschmerzen nach längerer Sitz - oder Stehbelastung
- Reibe - und/oder Knirschgeräusche im Gelenk
- Schmerzen bei Belastung
- Verminderte Belastbarkeit mit reduzierter Gehstrecke
Untersuchungsmethoden:
Nach wie vor ist das Röntgenbild die wichtigste Untersuchung zur Erkennung einer Arthrose. Aufgrund des Röntgenbildes kann der Gelenkverschleiß in verschiedene Stadien eingeteilt werden.
Weitere Untersuchungen wie Kernspintomographie oder Computertomographie sind nur bei speziellen Fragestellungen notwendig.
Behandlungsmöglichkeiten:
Medikamente:
- Entzündungshemmende Medikamente
z.B. Rheumamittel - Schmerzlinderung mit spezieller Schmerztherapie
- Pflanzliche Stoffe
- Neuraltherapie
- Knorpelschützende Substanzen
z.B. Chondroitin und Glukosamin - Gelenkinjektion mit Cortison
- Gelenkinjektion mit Hyaluronsäure
Physikalische Therapie:
- Kälte - und Wärmetherapie
- Elektrotherapie
Krankengymnastik
- Funktionsverbesserung des Gelenkes durch Muskeldehnung und Koordinationsschulung
Medizinische Trainingstherapie
- Muskelkräftigung der abgeschwächten Muskulatur zur Gelenkstabilisierung und Gelenkentlastung
Hilfsmittelversorgung
- Orthopädische Zurichtungen wie Pufferabsatz zur Entlastung und Polsterung
- Bandagen und Orthesen zur kurzfristigen Stabilisierung
- Bewegungsschienen nach Operationen
Pulsierende Signal Therapie
- Schmerzlinderung und Stimulation des Knorpels durch elektrische Signale , die der Körper "versteht"
Akupunktur
Operation
- Gelenkspiegelung bei begleitendem Meniskusschaden
- Achsenkorrekturen bei Gelenkfehlstellung
- Entfernung der Gelenkinnenhaut bei entzündlicher Grunderkrankung z.B. Rheuma
- Gelenkersatz durch Künstliches Knie- oder Hüftgelenk
Allgemeinmassnahmen
- Gewichtsabnahme bei Übergewicht
- Gelenkentlastende Haltung bei der Arbeit
- Regelmäßige Eigenübungen zur Bewegungsverbesserung und Muskelkräftigung





