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Osteoporose



"die häufig unerkannte Volkskrankheit"

Was Sie wissen sollten

Definition:

Die Osteoporose ist charakterisiert durch eine Verminderung der Knochenfestigkeit mit dadurch bedingter Bruchgefährdung.

Allgemeines:

Mit zunehmendem Alter kommt es beim Menschen zum Abbau der Knochemasse. Es wird mehr Knochen abgebaut als aufgebaut.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt die Osteoporose zu den 10 wichtigsten Erkrankungen.

Häufigkeit:

In Deutschland sind 8 Mio. Menschen erkrankt, wobei 80 % noch unerkannt sind.
Nur 50 % aller Osteoporose-Patienten werden behandelt, jedoch nur 20 % nach den aktuellen Therapieleitlinien der Fachgesellschaften.

Jede 3. Frau über 50 Jahren und jeder 6. Mann über 60 Jahren erkranken an Osteoporose!

Risikofaktoren:

  • Alter

  • Knochenbrüche nach dem 45. Lebensjahr

  • Bewegungsmangel

  • Abnahme der Körpergröße über 3 cm

  • Niedriges Körpergewicht (BMI kleiner 20 )

  • Osteoporose-Erkrankungen in der Familie

  • Rauchen

  • Alkohol

  • Zuckerkrankheit

  • entzündliche Darmerkrankungen

  • Cortison-Behandlung

  • Nierenerkrankungen

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten




Kosten:

Die Osteoporose verursacht in Deutschland Folgekosten aufgrund von Schenkelhals -und Wirbelbrüchen in Höhe von 5 Mrd. Euro.

150 000 Schenkelhalsbrüche und 300 000 Wirbelbrüche führen nicht selten zur Pflegbedürftigkeit.

Erkennung:

Nur durch eine rechtzeitige Durchführung einer Knochendichtemessung mit der DXA-Methode in Verbindung mit einer orthopädischen Untersuchung ist das rechtzeitige Erkennen der Erkrankung möglich ,um durch optimale Therapie folgenschwere Patienten-Schicksale zu vermeiden.

Aufgrund von Ultraschallmessungen ist zur Zeit noch keine sichere Aussagen zur Erkrankung und ihrer Behandlung möglich.

Bei Verdacht auf Osteoporose ist immer eine Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule notwendig.

Zur Abgrenzung von anderen Knochenerkrankungen sollte ergänzend eine Blutuntersuchung erfolgen.

Behandlung:

Die Basisbehandlung ist Calcium und Vitamin D in Verbindung mit einer Calciumreichen - und phosphatarmen Ernährung.

Je nach Krankheitsstadium ist eine gezielte medikamentöse Behandlung notwendig.

Neben einer medikamentösen Behandlung kann mit einem speziellen Osteoporose-Training durch Muskelaufbau eine zusätzliche Verbesserung der Knochendichte sowie eine bessere Belastungsfähigkeit im Alltag und eine geringere Sturzneigung erreicht werden.

Bei Brüchen am Oberschenkelhals ist meistens eine Operation notwendig. Mieder - und Korsettversorgung können bei Wirbelbrüchen häufig eine Linderung verschaffen.

Zur Schmerzlinderung ist eine gezielte Schmerztherapie notwendig.

Kosten:

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten der Untersuchung für Patientinnen und Patienten, die bereits einen osteoporosebedingten Knochenbruch erlitten haben.

Für Privat versicherte Patientinnen und Patienten ist die Messung im Leistungskatalog der Versicherer enthalten.

Alle anderen Patientinnen und Patienten bezahlen die Messung.
Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)

"Es ist unbestritten, daß man heute in der Lage ist, einer Osteoporose sowohl erfolgreich vorzubeugen, als sie auch mit standadisierter Therapie zu behandeln."

Prof.Dr.Minne, Bad Pyrmont

Welt-Osteoporose-Tag 1997


 


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Die Akupunktur kommt aus der traditionellen chinesischen Medizin und behandelt Funktionsstörungen von Organbeziehungen. ...  mehr